Projekt Kunstrasen 2010
Quantensprung für den Lahrer FV
Bei Kaiserwetter ist der neue Kunstrasenplatz bei der Dammenmühle übergeben worden. Bei den Festreden gab es Lob für das Gemeinschaftswerk, das vom Vorsitzenden des LFV, Michael Paul, als
"Quantensprung in der Vereinsgeschichte" bezeichnet wurde.
Fünf Nachwuchskicker des Lahrer Traditionsvereins brachten es musikalisch auf den Punkt: Sie schmetterten mit Posaunen und Trompeten die Melodie "Freude schöner Götterfunken" über die noch nicht
ganz fertig gestellte Sportplatzanlage, auf der Vertreter des Vereins, der Stadt, der Verbandes und des Hauptsponsors einen ersten Blick auf den neuen Kunstrasen warfen, der den buckligen
Hartplatz in fünfmonatiger Bauzeit abgelöst hatte. Rund 400 000 Euro kostete das neue städtische Grün, das in einem Gemeinschaftswerk entstanden war und für die Fußballer des LFV, der
benachbarten türkischen TGB und anderen Fußballvereinen der Stadt zum neuen sportlichen Betätigungsfeld werden soll.
LFV-Vorsitzender Michael Paul schwärmte vom neuen Kunstrasen, den er als historisches Ereignis" in der Vereinsgeschichte bezeichnete. "Wir haben es geschafft", sagte Paul über das Gemeinschaftswerk, zu dessen Gelingen einige Solidaritätspartner beigetragen haben. Er dankte dem Gemeinderat für die 240 000 Euro als Grundstock für den Kunstrasenplatz. Der Dank ging auch an den türkischen Fußballverein TGB Lahr, der sich mit 10 000 Euro der Finanzierung angeschlossen hat. Der LFV habe an Eigenleistung rund 50 000 Euro eingebracht, so Paul, während der Badische Sportbund über die Toto-Lotto-Mittel 63 000 Euro, die Volksbank Lahr als Titelsponsor 5000 Euro beisteuerten. 35 000 Euro seien durch Spendengelder zusammen gekommen. Paul vergaß aber auch nicht, die vielen fleißigen Helfer aus den eigenen Reihen zu erwähnen, die insgesamt 42 000 Pflastersteine für Tribüne und Vorplatz verlegt hätten.
"Es war eine reibungslose Zusammenarbeit", hieß es bei der Einweihung, bei der auch den Vertretern der Stadt, Richard Sottru und Harry Ott, sowie den bauausführenden Firmen gedankt wurde. "Es geht doch immer etwas", sagte Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller, auch wenn der Stadtsäckel immer enger werde. Müller betonte die Bereitschaft der Politik, den Sport in Lahr auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu fördern. Schließlich sei dies auch ein Beitrag für die Gesundheit und den Zusammenhalt der unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen in Lahr, so Müller. Wie es die deutsche Nationalmannschaft in Südafrika vorgemacht habe, sei das Gemeinschaftsprojekt Kunstrasenplatz ein gelungener Beitrag für die Integration der Nationen in Lahr, sagte Müller, der dem LFV auf dem weiteren sportlichen Weg viel Erfolg wünschte und zwei Fußbälle in badischen Farben als Geschenk überreichte. Zum Dank gab es vom LFV-Vorsitzenden Paul für den OB ein Nationaltrikot mit der Nummer 13 von Thomas Müller.
Grüße und Glückwünsche der Volksbank Lahr überbrachte Vorstand Thomas Ruff. Alle guten Wünsche für die sportliche Zukunft gab es vom südbadischen Fußballverband, die Bezirksvorsitzender Manfred Müller aus Offenburg überbrachte. "Dem Kunstrasenplatz gehört die Zukunft", sagte der Verbandsvertreter. Nach den Festreden folgten die fußballerischen Taten auf dem Kunstrasen: Nach Nationalhymne und Anstoß durch den Oberbürgermeister und den LFV-Vorsitzenden waren es die Bambinis, die als erste den neuen Platz testeten
Bericht: Badische Zeitung

